An die Wissenschaft heranführen

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Schulleiter Helge Pipoh (5.v.l.), Lehrer Joachim Kleine (3.v.r), FZ-Mitarbeiterin Ina Keutmann (2.v.r.) und Julab-Koordinationskoordinatorin Angela Ertz (1.v.r.) freuten sich über die neue Partnerschaft. Foto: Christian Ebener, Stolberger Nachrichten vom 23.7.2018

STOLBERG Neugierige Blicke und Vorfreude auf Neues zum Lernen kurz vor den Sommerferien? Das geht! Dafür verantwortlich war der Besuch, den Schulleiter Helge Pipoh und Naturwissenschaftslehrer Joachim Kleine mit ihren Schülern an der Städtischen Gesamtschule Stolberg begrüßen konnten. Angela Ertz und Ina Keutmann kamen vom Forschungszentrum Jülich (FZJ), um eine neue Kooperation mit der Gesamtschule zu beschließen. Ab dem kommenden Schuljahr sollen die Siebt- und Achtklässler fünf Mal im Jahr die Gelegenheit haben, das „JuLab“ am FZJ zu besuchen.

Das Schülerlabor des Forschungszentrums soll interessierte Jugendliche an die Wissenschaften heranführen, bis zu 4000 Schüler sind pro Jahr dort seit 2005 zu Gast. Die Gesamtschule Stolberg ist der erste Kooperationspartner aus der Städteregion. In der siebten Klasse soll der Fokus auf Technik und digitalen Technologien liegen, während es im kommenden Jahr um Neurowissenschaften und das menschliche Gehirn geht – ganz im Sinne des Projektmottos „MINT-Minds“.

„Der Lernort FZ Jülich hat eine super Ausstattung für eine zusätzlich Ausbildung“, zeigte sich Kleine begeistert über die neuen Möglichkeiten, die sich bieten. Die Kooperation soll über einen längeren Zeitraum ausgelegt werden und bietet Vorteile für beide Seiten, so Kleine.

Die Schüler können einen Einblick in die vielen Forschungsfacetten des Zentrums erhalten und zu einer Zukunft in den Naturwissenschaften motiviert werden. Das FZJ kann so den Grundstein für die ein oder andere Karriere legen. Wenn ein Schüler, beispielsweise im Rahmen eines Praktikums, noch weiter Kontakte zum FZJ knüpfen will, so zeigten sich Keutmann und Ertz offen, um entsprechend zu vermitteln. „Das ist auch für uns immer eine große Freude“, bestätigte Keutmann, die die Leitung des „JuLabs“ beim Besuch in Stolberg vertrat.

Auch Pipoh und Kleine betonten einstimmig, wie wichtig die Kooperation im Bereich der Berufsorientierung sein kann. Denn am FZJ forschen nicht nur studierte Wissenschaftler, sondern auch zahlreiche Ausbildungen und Praktika werden auf dem großen Gelände in allen möglichen Bereichen vermittelt.

Begleitet werden sollen die Besuche in Jülich übrigens mit einer Jahresprojektarbeit, die bei einem Elternabend vorgestellt wird, damit auch diese sich ein Bild vom zusätzlichen Lernerfolg ihrer Kinder machen können. Im Unterricht können diese wiederum ihren Wissensvorsprung einbringen, um auch ihre Mitschüler davon zu überzeugen, wie spannend die Forschung in den Naturwissenschaften eigentlich sein kann. (cheb)

Quelle: Stolberger Nachrichten vom 23.7.2018