Stolpersteine gegen das Vergessen

Am Freitag den 18.12.2015 wurden in Stolberg erstmals Stolpersteine gegen das Vergessen verlegt und unsere Schule hat das Projekt begleitet. Bei diesen Stolpersteinen handelt es sich um kleine Messingtafeln mit Namen und Daten der Opfer des Holocaust, die vor ihren ehemaligen Wohnhäusern in den Boden eingelassen werden.

Bei der Ankunft trafen wir auf die „Gruppe Z ‘‘, welche diese Aktion möglich gemacht hat. Die Gruppe begleitet nicht nur das Projekt „Stolpersteine in Stolberg“, sondern arbeitet allgemein das Schicksal der Holocaust-Opfer in Stolberg auf, indem sie zum Beispiel Recherchearbeit leistet und immer wieder Artikel oder andere Zusammenstellungen veröffentlicht. Das Rahmenprogramm sollte den Künstler Gunter Demnig während der Verlegung der Stolpersteine begleiten. So bereiteten zum Beispiel Kinder anderer Schulen kurze biographische Darstellungen der Angehörigen der Familie Salomon und Zinader vor und begleiteten die Veranstaltung musikalisch mit dem Cello.

Die Schüler Calvin, Alexander und Florian unserer Schule stellten die Aktion an sich in den Fokus – „Warum Stolpersteine?“ Bereits Monate zuvor hatten sich die Schüler während der Projekttage unter dem Thema „Courage gegen Rechts“ über diese Familien informiert und sich engagiert über sie ausgetauscht. Diese Überlegung zum „Warum?“ der Stolpersteine sollte dieses Wissen nun mit dem Projekt verbinden. Demnig selbst äußerte sich auch zu seiner Idee der Stolpersteine, die bereits seit 1992 in mittlerweile rund 1000 europäischen Städten verlegt wurden: „Am besten gefällt mir die Formulierung eines Hauptschülers: `Man stolpert über sie mit dem Kopf und mit dem Herzen´“. Genau das lässt den Künstler dieses Projekt stets fortführen, sodass die Opfer des Holocaust nicht in Vergessenheit geraten.

Unseren drei Schülern wird vor allem die eindrucksvolle Atmosphäre in Erinnerung bleiben. Trotz des ernsten Themas empfanden sie die Verlegung als gelungene Veranstaltung zum Gedenken der Opfer und lobten zum Beispiel den Auftritt des Bürgermeisters an diesem Tag: „Das zeigt nicht nur die Wichtigkeit, sondern auch, dass die Stadt Stolberg zu diesem Projekt steht und dieses Projekt unterstützt.“, sind sich die drei einig. Daher empfinden sie es auch als sehr wichtig, dass sich unsere Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an dieser Veranstaltung beteiligt hat und auch weiterhin entsprechende Aktionen unterstützt und begleitet.