Erasmus+ startet an der SGS (Städtische Gesamtschule Stolberg)

 

Foto: Städtische Gesamtschule Stolberg

Die Europäische Union hatte sich 2002 im Kyoto-Protokoll dazu verpflichtet, die Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase zu reduzieren. Im Rahmen des Klima- und Energiepaketes strebt die EU im Bereich der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen die Nutzung erneuerbarer Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz angestrebt. Und während wir Zeugen von großen Veränderungen auf diesem Gebiet sind, bleiben wir im Alltag seltsam unberührt. Energie wird als selbstverständlich hingenommen, die Verantwortung dafür nicht immer wahrgenommen und die Zusammenhänge zwischen Energieverbrauch, Wohlstand und Klimawandel nicht immer erkannt. Das Problem ist ernst, aktuell, dringend und geht uns alle an, ganz besonders die junge Generation.

Erasmus

Deshalb haben wir mit unseren Partnern in Spanien und Island ein Erasmus+-Projekt initiiert, um Schüler dafür zu sensibilisieren, in ihrem Alltag verantwortungsvoll mit Energie umzugehen und sich für den Klimaschutz im Bereich Schule und Alltag einzusetzen. In diesem Handlungsfeld sind Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wichtige Multiplikatoren. Sie können mit ihren Projektergebnissen und ihrem Engagement einen Beitrag leisten und als Vorbilder wirken. Das Forschungszentrum Jülich ist eine der zentralen europäischen Forschungseinrichtungen für den Einsatz erneuerbarer Energien und Partner unserer Schule. Die Kooperation wollen wir vertiefen und vom Knowhow für unser Projekt profitieren.

Das zentrale Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Verantwortung im Handlungsfeld „Energie und Klimaschutz in Schulen“ zu übernehmen. Sie sollen sich mit Hilfe des Projekts in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schüler aus Spanien und Island in die Lage bringen, Möglichkeiten der Energieeinsparung und des Klimaschutzes speziell an Schulen zu entwickeln und umzusetzen. Dieses Programm soll schließlich ins Schulprogramm einfließen und nachhaltig im Schulleben verankert werden. In der gegebenen Situation bietet es sich für ein modernes Projekt in der Schule an, die Querschnittsthemen „Energie“ und „Umwelt“ gemeinsam zu behandeln, denn die Schülerinnen und Schüler benötigen ein zuverlässiges Grundwissen, um informiert und kompetent mitreden und handeln zu können. Erst dann kann in einer Phase der Ist-Zustand kritisch hinterfragt und Alternativen sowie Lösungsansätze kreativ erarbeitet werden. Diese Förderung des Erwerbs von Fertigkeiten und Schlüsselkompetenzen spricht unmittelbar die persönliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler im Hinblick sowohl auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Perspektiven als auch auf die Berufswahl. Der gesellschaftliche und bildungspolitische Wert auf nationaler und internationaler Ebene ist für die Schülerinnen und Schüler von eminenter Bedeutung. Wie Energie produziert und konsumiert wird ist speziell in den teilnehmenden Ländern sehr unterschiedlich und die Schülerinnen und Schüler sollen dies erfahren.